Wo zum Teufel liegt Ypsilanti?

Benjamin unterwegs.

Archive for September 2007

Posted by Admin - September 16, 2007

So, da wären wir. Hallo erstmal, ich weiß ja nicht ob sie es schon wussten…

Ich habe lange überlegt, ob ich ein kleines Tagebuch in Form eines Blogs erstellen soll oder nicht. Wie ihr seht habe ich mich nach langem hin und her dann doch dafür entschieden. Ansonsten würde ich mich spätestens in Karlsruhe wieder ärgern, da ich wahrscheinlich schon wieder die Hälfte vergessen hätte. Also, los geht’s.

Die erste Woche (man könnte auch sagen die erste Woche + 2 Tage) ist nun vorbei und war sehr ereignisreich. Bevor ich Anfange muss ich aber noch mal kurz in Karlsruhe anfangen, denn dort hat die Geschichte ja eigentlich schon begonnen. Da es durch die unglaubliche Menge von neuen Studenten hier in Ypsilanti nicht so einfach ist eine Wohnung zu finden, haben der Henning und ich uns schon in Karlsruhen entschlossen ein Angebot der Uni wahrzunehmen und in das International House einzuziehen, welches mitten auf dem Campus liegt (ohne es zu sehen).Das Angebot lautete ca. so:

Das International House ist das ehemalige Haus des EMU Präsidenten, mitten auf dem Campus und wurde zum Studentenhaus umgebaut. Henning und ich würden eine komplette Etage alleine beziehen und auch ein eigenes Bad würde nur für uns bereitstehen. Hört sich doch super an. Und dieses Foto haben wir noch dazu bekommen

Das International House

Henning ist schon 2 Tage vor mir in die USA geflogen und hat mich dann netterweise einen Tag vor meiner Abreise mit einer SMS aus dem Schlaf gerissen die sich ungefähr so angehört hat: „Bin gerade dabei uns eine neue Wohnung zu suchen, das ist echt kein Zustand hier. Voll die Verarsche.“

Na ja, als ich dann in den USA angekommen bin (der Flug war ganz ok, dachte eigentlich Lufthansa Flugzeuge wären größer) hat sich meine schlimmsten Erwartungen dann auch mal direkt bestätigt. Die „Etage“ war der Keller, ohne Licht mit lauter Bienen auf dem Boden und in der Luft. Keine Ahnung wo die her kamen aber es waren mehr als 50. Da sind wir dann auch rückwärts wieder raus und sind Gott sei Dank bei der Familie von Megan Wiseman untergekommen. Megan ist das Mädel was uns vom Flughafen abgeholt hat. Super nett und die Familie ist auch echt der Hammer.

wisemans-medium.jpg

Die Wisemans bestehen aus Vater Jimmy, Mutter Linda, Sohn Marc, Austauschschülerin Mina aus Südkorea und eben Tochte Megan. Wer das auf dem Bidl nun ist, kann man sich ja denken. Der nette Kerl, der von links an zweiter Stelle steht, ist schonmal nicht Jimmy. Ganz sicher! Neben 6 Autos haben die Wisemans auch noch ein schönes „kleines“ Boot direkt am Lake Erie, mit dem wir am Montag (03.Sept.07) eine kleine Tour auf die Insel KEINEAHNUNG unternommen haben. Mit dabei war außerdem noch Megan’s Freund Luke der auch ein sehr netter Kerl ist.

Fotos gibt es hier:

http://picasaweb.google.de/benjaminspeckmann/BootstourLaborday 

Mit Megan und ihren Freunden bzw. ihrem Freund haben wir die letzte Woche eigentlich auch unsere Freizeit verbracht. Hier im Ypsilanti (bzw. Ann Arbor) geht man abends eher in 3-4 Bars und versucht sich zu betrinken (mit dem Bier hier ist das echt nicht so einfach). Man geht nicht wie bei uns in einen Klub, tanzt vielleicht ein bisschen, trinkt was und verbringt seinen Abend dort. Nein, man steht nach einem Bier wieder auf und geht in den nächsten Schuppen, der dem Vorhergehenden sehr sehr ähnlich ist. Na ja, so sind se halt hier 🙂 Ich sollte vielleicht noch ein paar kurze Worte zu unseren Orientierungstagen (1+2 Sept.07) verlieren. Die Orientierungstage waren echt unglaublich. Wir waren ca. 500 internationale Studenten und ich glaube so 2500 neue Freshmans, also Amerikanische Studenten, die ihr Studium beginnen. Das wurde nämlich getrennt was ich eigentlich ein bisschen blöd finde, da man hier gar nicht so leicht in Kontakt mit amerikanischen Studenten kommt. Da können wir von Glück reden dass wir Megan getroffen haben. Na ja, unsere Internationale Studentengruppe bestand zu 95% aus Indern, Arabern bzw. Asiaten und 5% aus dem Rest. Echt krass, hätte ich nicht gedacht. Hier ein kleiner Eindruck:

gruppenfoto-medium.jpg

Auf jeden Fall verstehen die Amerikaner unter Orientierungsphase etwas anderes als wir es tun. Die haben hier ein Programm aufgefahren das ist nicht normal. Man muss zuvor noch kurz erwähnen dass die Universität’s Football Mannschaft, die EAGLS, hier ganz groß im kommen sind. Neben dem Universitäts Football Stadion was ca. 30 000 Leute fasst sind wir dann in eine „kleine“ Halle direkt neben eben diesem Stadion gefahren, die ca. 4000 Leute fasst. Dort hat dann der EMU Präsident gesprochen, noch ein paar andere „wichtige“ Leute und die Kapelle, auch genannt Marching Band, gespielt. Das ist die Kapelle die einen Teil des Unterhaltungsprogramms eines Football Spiels füllt. Irgendwann wurde dann von der Kapelle begleitet, der EMU FIGHT SONG angestimmt, bei dem wir uns einfach mal vornehm zurückgehalten haben. So verbunden sind wir mit der Universität dann doch nicht 😉 .

Die Einheimischen Studenten haben dann euphorisch, fast benommen diesen FIGHT SONG gesungen. Mann muss zu deren Entschuldigung sagen, dass die Freshmans hier ihre kompletten 4 Studentenjahre auf dem Unigelände verbringen und sich somit sehr mit ihrer Universität identifizieren. Das ist nicht wie bei uns, Vorlesung hören und ab nach Hause, hier engagiert sich eigentlich fast jeder irgendwie für die Uni. Einerseits echt super, da so eine besondere Atmosphäre entstehet, anderseits einfach ein bisschen viel für uns EUROPÄER. 😉

Und so ging dass dann eigentlich 2 Tage lang. Uni Campus angeschaut, mehrere Vorführungen mitgenommen (von Comedy bis zu „sozialkritischen“ Stücken, die echt genial waren) und noch so allerhand andere Dinge. Dazwischen gab’s dann immer mal nen Burger für umme. Lecker!

 

Was gibt’s noch zu erzählen,… Hmmm. Ach ja, der Henning und ich sind jetzt am Dienstag (04. Sept. 07) in unser Apartment am Rande des Uni Campus, genau zwischen Football und Softball Stadion eingezogen. Das musste noch renoviert werden, sieht dafür jetzt aber echt schnieke aus. Die Bude war leider bis auf die Küche, die komplett neu ist, unfurnished, mussten uns also noch ein paar Möbel zulegen. Das Bett haben wir bei IKEA (ja ihr habt richtig gelesen) gekauft und den Rest, also Schreibtisch, Stühle, Tisch usw. von einem Re-Used Laden in Ann Arbor für unglaubliche 70 Dollar. Wat ein Schnäppchen. Von den Wisemans haben wir dann auch noch Töpfe, Sessel, Wohnzimmertisch und Besteck bekommen. Und das obwohl wir bei denen schon eine Woche umsonst gewohnt und gegessen haben und die uns auch noch durch die Gegend kutschiert haben, also echt eine super gastfreundliche Familie. Und so sieht unsere Bude nun aus:

Fotos gibt es hier:

http://picasaweb.google.de/benjaminspeckmann/WohnungUndCampus

Als nächstes steht jetzt erstmal ein Autokauf an, denn aus Ypsilanti kommt man sonst nicht raus. Das Meiste, und da waren wir die letzten Tage auch immer, geht auf jeden Fall in Ann Arbor. Das liegt direkt neben Ypsilanti, da haben z.B. auch die Wisemans gewohnt. Die letzten Tage wurden wir immer von Megan oder ihren Freunden abgeholt, das ist auf Dauer aber kein Zustand, da das für die ein riesiger Umweg ist. Außerdem hat hier jeder ein Auto da der Sprit und auch die Autos (es lebe Detroit) MEGA billig sind.

Also, der erste Eintrag ist somit komplett, die erste Woche beschrieben, dann schauen wir mal wie das mit dem aktualisieren so läuft J. Kommt auch drauf an wie hoch der Workload meiner Kurse sein wird. * Zitter *

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Posted in 1. September 2007 | 7 Comments »

Ypsilanti

Posted by Admin - September 15, 2007

Kartenübersicht

Ypsilanti ist ein kleine Stadt im Bundesstaat Michigan, ca. 40 Meilen westlich von Detroit. Wer hier noch nicht war, der muss unbedingt dorthin. Hier pulsiert das Leben.
Also, nun mal im Ernst…! Ypsilanti ist wirklich eine schöne Stadt, aber das Zentrum der Welt ist sie wahrlich nicht. Zum Glück liegt nicht weit entfernt die Stadt Ann Arbor, die sich mit ca. 110 Tausend Menschen auch wirklich Stadt schimpfen darf. Da aber sowohl Ypsilanti, wie auch Ann Arbor wahrscheinlich zu 80% aus Studenten bestehen, macht die Größe der Stadt nicht wirklich etwas aus . Erleben kann man hier eine ganze Menge.

Und als kleiner Beweis für die Schönheit Ypsilantis folgt nun ein Bild des “Wahrzeichens” dieser beschaulichen Stadt. Der Wasserturm ;):

Der Wasserturm als “Wahrzeichen” Ypsilantis

Posted in 1. September 2007 | Leave a Comment »